Guten Morgen. Die evangelische Theologin Margot Käßmann sagte bei einer Diskussionsveranstaltung in Ulm, die zurückgehende Bedeutung von Kirchen und christlichem Glauben habe negative Auswirkungen für die gesamte Gesellschaft. Denn eine Kirche könne ein einzigartiger Ort der Begegnung sein, weil sich in ihr Menschen jeden Alters und aus allen sozialen Schichten treffen.
Wie die evangelische Presseagentur berichtet, sagte sie auch, über die virtuellen Kommunikationsformen hinaus seien gerade diese persönlichen Begegnungen wichtig. Junge Menschen und ihre Sinnfragen könnten von der Kirche nur schwer erreicht werden.
Vielleicht müsste man dann mal dort hingehen, wo diese jungen Menschen sind. Während in traditionellen Kirchen oft nur noch eine Handvoll Leute sitzen, feiern hunderte Live-Gottesdienste auf Instagram.
Obwohl ich sonst vor allem über die schlimmen Seiten des Internets wie Cybercrime und Desinformation berichte – wie auch in der heutigen Ausgabe –, gibt es viele guten Seiten der Digitalisierung. Vielleicht können sie sogar der Kirche dabei helfen, ein Ort für Begegnungen zu bleiben.
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