Tiefgang
Wolfram als Testfall europäischer Wirtschaftsresilienz
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Das Schwermetall Wolfram ist in Deutschland knapp und teuer geworden. Seit 2025 steigen die Preise kontinuierlich, allein seit Beginn des Iran-Kriegs haben sie um 50 Prozent zugelegt. Einer der Gründe: Der wichtigste Lieferant China beschränkt seit Februar 2025 per Exportkontrollen seine Ausfuhren des für harte Maschinenteile, Rüstung und Elektronik wichtigen Metalls. Gut 80 Prozent der Wolfram-Erstverarbeitung finden derzeit in China statt. Die Suche nach Alternativen läuft daher bei den westlichen Abnehmerländern auf Hochtouren.
Die größte Hoffnung liegt derzeit auf der Sangdong-Mine in Südkorea. Sie soll zum größten Lieferanten außerhalb Chinas werden. Die Mine lag rund 30 Jahre still, bevor das kanadisch-amerikanische Unternehmen Almonty Industries sie kaufte und kürzlich wiedereröffnete. Zudem verfügen Australien, Vietnam, Bolivien oder Ruanda über nennenswerte Vorkommen. Auch die USA wollen den 2015 eingestellten Wolframbergbau wieder aufnehmen. Es tut sich also was.
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