In der EU schlummern gewaltige Effizienzgewinne. Das gilt nicht nur für den Binnenmarkt – sondern auch für die Stromversorgung. Bislang ist die Netzinfrastruktur fragmentiert, die Entwicklung unkoordiniert, wie etwa der Draghi-Report 2024 bemängelte. Das treibt die Kosten hoch und erschwert den Stromhandel innerhalb Europas. Mit einem Europäischen Stromnetzpaket (European Grids Package) will die EU-Kommission endlich gegensteuern. Sie gab das Paket im Dezember 2025 bekannt; die Gesetzesteile davon durchlaufen derzeit die nötigen Abstimmungsprozesse mit Parlament und Rat.
Die EU verfügt über eines der umfangreichsten Stromnetze der Welt, das sich über mehr als elf Millionen Kilometer quer durch den gesamten Binnenmarkt erstreckt. Dieses Netz wird sich in den kommenden Jahren auf der Angebotsseite auf eine wachsende Menge von erneuerbarem Strom einstellen müssen – und muss zugleich mit einer wachsenden Stromnachfrage von Industrie und privaten Verbrauchern durch die erwartete fortschreitende Elektrifizierung Europas umgehen.
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