Tiefgang
Weiter warten: Deutschlands digitaler Führerschein
Lesedauer: 7 Min.
Eine Scheckkarte für die Führerscheinkontrolle wird in immer weniger EU-Staaten zwingend benötigt. Frankreich hat kürzlich ein digitales Pendant eingeführt (SZ Dossier berichtete), Griechenland im Dezember. Vorreiter wie Dänemark (2020) und Österreich (2022) haben schon länger ein digitales Angebot geschaffen. Deutschland fehlt in der Liste an EU-Staaten, die den digitalen Service bereits umgesetzt haben. Ein erster Versuch im Jahr 2021 ging schief, seitdem heißt es warten.
Wann der digitale Führerschein hierzulande zum zweiten Mal startet, wollte eine Sprecherin des zuständigen Digitalministeriums (BMDV) nicht verraten. Sie verwies lediglich auf die vierte EU-Führerscheinrichtlinie, in deren Rahmen an einer gesamteuropäischen Lösung gearbeitet wird.
Doch was kann man von den Vorreitern lernen? SZ Dossier hat in Österreich und Norwegen nachgefragt. Der skandinavische Staat ist zwar kein EU-Mitglied, stimmt sich aber auch im Digitalen mit Brüssel ab. Bereits im Jahr 2019 startete dort ein digitales Angebot für den Führerschein. „2,4 Millionen Norweger haben ihren digitalen Führerschein auf ihr Mobiltelefon heruntergeladen und aktiviert“, sagte ein Sprecher der Statens vegvesen, wie die zuständige Straßenverkehrsbehörde in Norwegen heißt, SZ Dossier.
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