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Tiefgang

Von Spielwiesen und Regelwerken: DSA und Co. auf dem OMR Festival

Lesedauer: 6 Min.

„Es heißt nicht auf der OMR, sondern auf dem OMR Festival“ prangte es in riesigen Lettern von einer noch riesigeren LED-Tafel auf dem Hamburger Messegelände diese Woche, während sich zehntausende Menschen im für die Hansestadt ungewöhnlich immer besser werdenden Frühlingswetter daran vorbeischoben. Und in der Tat glich die Stimmung draußen wie auch in den Kathedralen gleichenden Messehallen eher der auf einer Spielwiese als etwa auf einem Kongress. Je später die Stunde, desto lauter auch die Beats, desto frequentierter die Spirituosen-Stände.

Mitten hinein in dieses fröhliche Getümmel, irgendwo zwischen Kim Kardashians viel beachteten „insights“ und dem Auftritt von Tokio Hotel, hatten die Organisatorinnen und Organisatoren aber auch Panels zu Gesetzgebung und Regulierung hineingestreut, fast so wie man einem Kind Gemüse unterjubelt, damit es isst, ohne zu meckern. „Meckern“, apropos, war dann passenderweise auch Teil des Titels einer halben Stunde mit Datenschutz-Koryphäe Max Schrems: „Warum viele über zu viel Datenschutz meckern, der Kampf aber dennoch sinnvoll ist“, hieß es auf dem Bildschirm hinter ihm.

„Im Marketing ist es eigentlich gar nicht so schlecht, wenn man Daten hat, mit denen man arbeiten kann, mit denen man vielleicht versuchen kann, Dinge zu optimieren“, sagte Florian Rinke, Podcaster bei OMR. „Was ist so schlimm daran, und warum willst Du das Leben der Menschen schlechter machen?“ Für ihn sei es im Kern eine „grundlegend demokratische Frage“, antwortete Schrems. Die DSGVO zum Beispiel sei mit über 90 Prozent im Europäischen Parlament beschlossen worden. „Aber wenn sich dann gerade die ganzen Großen nicht daran halten, dann haben wir ein Problem“, sagte er.

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