Tiefgang
„Vage Szenarien“ oder „Smoking Gun“? Tiktok im Superwahljahr
Lesedauer: 6 Min.
Heute in genau einem Monat sind EU-Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, an die Wahlurnen zu gehen. Die Wahl zählt zu den größten in diesem sogenannten „Superwahljahr“, das in sechs Monaten in der US-Wahl gipfeln wird. Entsprechend viele Falschinformationen kursieren in sozialen Medien, die Millionen Menschen als Informationsquelle dienen. Autokratische Regimes wie Russland versuchen, Wahlentscheidungen zu beeinflussen.
Eine der Plattformen im Mittelpunkt der Debatte ist die App Tiktok des chinesischen Unternehmens Bytedance, die in den USA Ende des Jahres sogar verboten werden könnte. „Insgesamt verfolgt Tiktok einen mehrgleisigen Ansatz, um den Herausforderungen von Fehlinformationen und Sicherheitsbedenken im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament 2024 zu begegnen“, sagte Katja Muñoz, Research Fellow am Zentrum für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).
Es bestünden jedoch weiterhin Bedenken hinsichtlich der möglichen Verbindungen der Plattform zur chinesischen Regierung, des Risikos des Datenzugriffs und der Einflussnahme des Diskurses durch schwer erfassbare Einflusskampagnen, sagte Muñoz, die heute an einem Roundtable zum Thema teilnimmt, SZ Dossier. Die Veranstaltung wurde von der Nichtregierungsorganisation Progressives Zentrum und der Bertelsmann Stiftung organisiert.
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