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Tiefgang

Sichere Gasversorgung: Deutschland und Europa fehlt eine Strategie

Lesedauer: 5 Min.

Der Sommer rückt näher – und damit die Notwendigkeit, die Gasspeicher zu füllen. Diese Aufgabe erschwert der Iran-Krieg, der Gas knapp und teuer gemacht hat. Die gasabhängige Wirtschaft und Bürger mit Gasheizung fragen sich gleichermaßen, ob die Regierung eine Strategie für den Umgang mit der Situation hat. Die Antwort: derzeit nicht – da waren sich beide Experten beim SZ Dossier-Webinar „Eine Gas-Strategie für Deutschland“ einig. Allerdings: Sie konnten die Umrisse einer zukunftssicheren Strategie entwerfen.

Das Problem liegt nicht nur in Deutschland: Der EU fehlt ebenfalls eine kohärente Strategie. Schon vor dem Iran-Krieg ließ Brüssel zu, dass sich die Gas-Abhängigkeiten von Russland in Richtung USA verschoben. „Wir sind heute extrem abhängig von Flüssiggas-Lieferungen aus den USA“, sagte Sabrina Schulz, Energieexpertin bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), beim Webinar. „Das macht uns sehr vulnerabel. Denn wer weiß, wie sicher diese Lieferungen aus den USA auf absehbare Zeit bleiben.“

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