Tiefgang
Passierschein A38 lässt grüßen: Baustelle ITZBund
Lesedauer: 7 Min.
Lange Wartezeiten, schlechter Service, komplizierte Prozesse: Das Bundeskanzleramt stellt dem zentralen IT-Dienstleister des Bundes, dem ITZBund, kein gutes Zeugnis aus. SZ Dossier liegt ein Papier vor, das detailreich Mängel festhält. „Die aufgeführten Erfahrungen seitens BKAmt machen grundsätzliche organisatorische und strukturelle Defizite im ITZBund deutlich“, lautet das Fazit über die Anstalt öffentlichen Rechts mit Sitz im Bundesfinanzministerium (BMF).
Das ITZBund wollte, mit den Vorwürfen konfrontiert, weder Fragen beantworten noch das Papier als solches kommentieren. Das Kanzleramt hat drei Problembereiche definiert: den Angebotsprozess, die Servicezeiten, die Wartungsfenster und die generelle Flexibilität der Organisation. In allen Bereichen schneidet das ITZBund schlecht ab.
Ein Beispiel ist die E-Akte. Der Vorwurf: Das ITZBund biete etwa an Abenden oder am Wochenende keinen Service an. Das sei „nicht akzeptabel“. Gibt es technische Probleme und es findet gerade ein wichtiger Termin statt, das Kanzleramt führt in diesem Kontext explizit Ministerpräsidentenkonferenzen an, „welche sich oft bis in die Abendstunden hineinziehen“, kann niemand helfen. In dem Fall stünden „kritische Unterlagen nicht zum erforderlichen Zeitpunkt zur Verfügung“ oder könnten „nicht fristgerecht bearbeitet werden“.
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