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Tiefgang

Neue Spitze, neue Aufgaben: Die Gematik im Umbau

Lesedauer: 7 Min.

Eine Frau und zwei Florians. Die Gematik-Spitze soll zu einem Trio ausgebaut werden. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wird der Gesellschafterversammlung der Gematik am 12. Juni vorschlagen, drei Geschäftsführer einzusetzen. Florian Fuhrmann soll Vorsitzender werden, außerdem soll die Geschäftsführung die Medienmanagerin Brenya Adjei ergänzen, sowie Florian Hartge, der die Geschäfte seit Anfang des Jahres kommissarisch in Nachfolge von Markus Leyck Dieken leitet. Das berichtete Table Media zuerst, das BMG bestätigte die Personalien auf Anfrage.

Wie SZ Dossier aus Gesellschafterkreisen erfuhr, wurden die Gesellschafter erst am Dienstagabend vom Ministerium über die Personalien unterrichtet. Auch die Wahl selbst gilt als reine Formsache, denn das BMG hält 51 Prozent der Gesellschafteranteile. Ebenso viel, wie für eine Entscheidung nötig ist. Zu dem Kreis der Gesellschafter gehören außerdem die Spitzenverbände der Krankenkassen sowie die Spitzenorganisationen der Leistungserbringenden, also der Ärzte, Zahnärzte, Kliniken und Apotheken.

Dass die Geschäftsführung der Gematik breiter als bisher aufgestellt werden soll, werde durch die Weiterentwicklung der Gematik zur Digitalagentur und den Herausforderungen durch den Start der „ePA für Alle“ im kommenden Jahr „zwingend notwendig“, hieß es aus dem Ministerium auf Anfrage von SZ Dossier. Die neue elektronische Patientenakte ist ein komplexes Großprojekt. So sollen alle Versicherten, die nicht widersprechen, ab Januar 2025 eine ePA erhalten. Ob die aber erfolgreich wird, hängt bedeutend von der Stabilität und Schnelligkeit der Systeme und der Benutzerfreundlichkeit der ePA ab. Kurz, ob es Spaß macht, die elektronische Patientenakte zu benutzen.

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