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Tiefgang

Mia-san-mia-Digitalisierung

Lesedauer: 7 Min.

Wenn Fabian Mehring beginnt, über Digitalisierung zu sprechen, fallen viele englische Begriffe. Er sei ein „digital native“, seine Mitarbeiter im Ministerium arbeiten „hands on“, die Verwaltung müsse zum „Push-Government“ werden und ganz generell brauche der Staat einen „Booster“. Der Freistaat auch, aber nicht so sehr: Bayern sei schließlich schon die digitale Nummer eins in Deutschland, betonte Bayerns neuer Digitalminister immer wieder. Mehring ist wenige Wochen im Amt. Was treibt ihn an, was hat er vor? Sein erstes Interview gab der Freie-Wähler-Politiker SZ Dossier.

„Digitalisierung ist die Masteraufgabe unserer Zeit“, sagte er. In der Vergangenheit hatte er nicht viel mit dem Thema zu tun. Fachpolitiker muss man allerdings keiner sein, um zu bemerken: Alle Lebensbereiche sind betroffen, kein Sektor bleibt verschont. Die Probleme blieben auch dem Bürger Mehring nicht verborgen.

Zum Beispiel beim Autoanmelden: „Da zieht man eine Nummer und sitzt dreieinhalb Stunden in der Kfz-Zulassungsstelle, obwohl der eigentliche Vorgang vielleicht 90 Sekunden dauert.“ Womit er zum Push-Government, der Smartphone-Verwaltung, kommt: „Bayerns Bürger sollen ihre Zeit nicht mehr wartend auf Ämtern verbringen müssen“, sagte Mehring. Um etwas Pathos ist er da nicht verlegen: Die Digitalisierung soll helfen, verloren gegangenes Vertrauen in den Staat zurückzugewinnen. „In der Optimierung der Schnittstelle zwischen Staat und Bürger spielt die Musik der Demokratie“, sagte er.

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