Tiefgang
„Manchmal wirkt es so, als hätte jede Behörde nur ihren eigenen Auftrag im Auge“
Lesedauer: 7 Min.
Fachexperten nehmen den Sicherheitsbehörden ihre Argumente nicht ab: Einfallstore für Cyberangriffe müssten geschlossen werden, wer auch immer sie entdeckt. Auch wenn internationale Partner wie die USA deutschen Behörden Informationen zu Schwachstellen weitergeben: „Denn dabei handelt es sich um Schwachstellen, die einem weiteren Kreis bereits bekannt sind und in Cyberoperationen gegen deutsche oder verbündete Ziele genutzt werden können“, sagte Sven Herpig, Cybersicherheitsexperte bei der Stiftung Neue Verantwortung.
Die deutschen Sicherheitsbehörden verfügen nämlich kaum über eigenes Wissen um Schwachstellen – und wenn doch, melden sie diese nicht wie vorgeschrieben an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wie SZ Dossier berichtete. Um sich auf Handys zu hacken, sind sie oft auf ausländische Hilfe angewiesen.
Die Debatte dreht sich um eine zentrale Frage: Ist es zu viel verlangt zu erwarten, dass Cybersicherheit für deutsche Behörden und Unternehmen nicht auf Kosten der Ermittlungsergebnisse von Sicherheitsbehörden gehen dürfe?
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