Tiefgang
IT-Störung im Bundestag: Wenn der Kalender auf Reise geht
Lesedauer: 4 Min.
Im Bundestag hat eine Sicherheitslücke dafür gesorgt, dass Abgeordnete und Mitarbeitende fraktionsübergreifend auf fremde Kalendereinträge zugreifen konnten. Wie Abgeordnete SZ Dossier sagten, gab es zwischenzeitlich Probleme bei der Synchronisation der Microsoft-Exchange-Server auf Apple-Computern. Wer seinen digitalen Bundestagskalender auf Geräten mit macOS-Betriebssystem – also nur Macs, keine iPads oder iPhones – eingerichtet hat, konnte mitunter die Termine anderer Abgeordneter sehen. SZ Dossier wurde der Fall von mehreren Seiten bestätigt, unter anderem von zwei Abgeordneten.
Ende vergangenen Jahres habe es erstmals vereinzelt Probleme bei der Synchronisation auf Macs, also Apple-Computer, gegeben, erzählte ein Abgeordneter SZ Dossier. Das Problem konnte gelöst werden, aber im Nachgang trat bei dem betroffenen Nutzer und anderen im Bundestag ein viel schwerwiegenderes Problem auf: Plötzlich waren fremde Kalender und Termine auf ihren Geräten zu sehen – auch fraktionsübergreifend.
Als Reaktion darauf sei die Mac-Synchronisation schnell von der Bundestagsverwaltung deaktiviert worden, neue Termine werden seitdem auf Macs gar nicht mehr synchronisiert.
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