Tiefgang
In der Arktis geht es Südkorea ums wirtschaftliche Überleben
Lesedauer: 5 Min.
Matthias Müller
Die südkoreanische Regierung von Präsident Lee Jae-myung treibt ihre Pläne für die Arktis voran. Anfang Mai hatte ein Ausschuss der Nationalversammlung das „Sondergesetz zur Arktisroute“ verabschiedet. Im September soll ein 3000-TEU-Frachter, also ein mittelgroßes Schiff, die Route von Busan über die Nordostpassage nach Rotterdam testen. Unklar blieb allerdings zunächst, ob die Russen zustimmen werden.
Südkoreas Präsident Lee, der vor knapp einem Jahr gewählt worden ist, hatte während des Wahlkampfs betont, die Route über die Nordostpassage sei „von höchster Dringlichkeit“. Die Schließung der Straße von Hormus bestätigt dies: Südkorea braucht alternative Schiffsrouten .
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