Tiefgang
Einsamer Engel
Lesedauer: 6 Min.
Der Blaue Engel zeichnet nachhaltige Produkte aus. Mit dem Umweltzeichen der Bundesregierung sind zum Beispiel 223 Toilettenpapiere, 171 weiße Wandfarben und immerhin 13 Carsharing-Angebote zertifiziert – und seit 2022 eine Software. Okular vom gemeinnützigen Verein KDE, eine Anwendung, mit dem man PDF-Dokumente, Bücher und Bilder lesen und durchsuchen kann. SZ Dossier hat bei den Verantwortlichen von KDE nachgefragt, was ein Zertifikat bringt, das sonst niemand hat. Und kaum jemand kennt.
„Wir fanden, dass der Blaue Engel gut zu uns als Open-Source-Community passt und natürlich eine sinnvolle Geschichte ist“, sagte Cornelius Schumacher, Mitglied von KDE und ehemaliger Vorstand der sogenannten KDE-Community, SZ Dossier. KDE finanziert sich durch Spenden und Fördermitglieder, das internationale Team besteht hauptsächlich aus Freiwilligen, die Open-Source-Software für Linux-Systeme entwickeln und pflegen.
Okular habe man ausgewählt, weil es eines der am meisten verbreiteten Programme mit einem breiten Nutzerkreis sei, beispielsweise auch in der öffentlichen Verwaltung. Schumacher selbst ist seit 1999 bei KDE dabei und arbeitet im Hauptberuf bei DB Systel, der IT-Tochter der Deutschen Bahn.
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