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Tiefgang

Die Rolle des Internets in bewaffneten Konflikten

Lesedauer: 5 Min.

Regierungen argumentieren in Konfliktlagen manchmal, dass sich die Situation beruhige, wenn das Internet abgeschaltet wird. So werde noch schlimmere Gewalt verhindert. Doch in der Realität sei das Gegenteil der Fall, sagte Anita Gohdes, Politikwissenschaftlerin und Cybersicherheitsexpertin an der Hertie School, SZ Dossier.

Ist das Internet weg, gibt es fast immer noch hemmungslosere Gewalt. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die Gohdes durchgeführt hat. Unter anderem darum geht es in ihrem neuen Buch „Repression in the Digital Age. Surveillance, Censorship, and the Dynamics of State Violence“ (Oxford University Press), das heute erscheint und SZ Dossier bereits vorliegt.

Digitale Technologien spielen in modernen bewaffneten Konflikten generell eine immer wichtigere Rolle. Zensur, Überwachung und Propaganda werden sowohl zur Eskalation als auch Kontrolle von Konflikten eingesetzt. Digitale Technologien sind mittlerweile essenziell für die Kriegsführung – das ist aktuell in der Ukraine zu beobachten, aber auch bei anderen internationalen Konflikten.

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