Tiefgang
Die Diversifikationsstrategie der Mittelmacht Südkorea
Lesedauer: 5 Min.
Matthias Müller
Südkorea hat vergangene Woche gezeigt, zu welchem Spagat Mittelmächte im US-chinesischen Konflikt fähig sind. Zunächst wurde am Mittwoch bekannt, dass Seoul bis Juni an der Spitze des Forum on Resource Geostrategic Engagement (Forge) stehen wird. Die amerikanische Regierung will mit der Initiative Chinas Dominanz bei der Förderung und Verarbeitung Seltener Erden brechen. Wenige Stunden später teilte Seoul mit, die „Zusammenarbeit mit China bei Seltenen Erden über verschiedene Kanäle zu stärken, um kurzfristige Versorgungsrisiken zu minimieren“.
Seouls Ernennung an die Spitze des Forums Forge könnte als Vertrauensbeweis Washingtons gewertet werden. Das wäre jedoch ein Fehler, denn Amerikas Präsident Donald Trump setzt sein südkoreanisches Gegenüber Lee Jae Myung laufend unter Druck. Im Juli vergangenen Jahres hatten sich die beiden Staatsoberhäupter noch auf einen Deal verständigt: Künftig sollte auf Einfuhren aus Südkorea ein Zoll von 15 Prozent verhängt werden. Und Lee sagte zu, dass sein Land 350 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten investiert.
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