Tiefgang
Desinformation: So gefährdet sind die deutschen Wahlen
Lesedauer: 6 Min.
Als Hillary Clinton 2016 den US-Wahlkampf gegen Donald Trump verlor, ging dem eine Hack-and-Leak-Kampagne voraus. Demokratische E-Mail-Konten wurden gehackt und tausende Mails veröffentlicht, die Clinton sehr schadeten. Der deutsche Verfassungsschutz macht den russischen Staat für diesen Angriff verantwortlich und warnt, dass das in Deutschland in diesem Wahljahr auch passieren könnte.
Vor wenigen Wochen haben sowohl das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), als auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Warnung an Wahlleitungen geschickt. Das Dokument mit dem Titel „Gefahr von möglichen Hack-and-Leak-Operationen im Wahljahr 2024“ liegt SZ Dossier vor.
Hack-and-Leak-Operationen sind Angriffe, bei denen zunächst beispielsweise E-Mail-Accounts gehackt werden und die Informationen aus diesen Angriffen dann – teilweise verfälscht – veröffentlicht werden. Ziel ist es unter anderem, die deutsche Demokratie zu schwächen und das Vertrauen in die Sicherheit der Wahlen zu verringern. BfV und BSI schreiben: „Hack-und-Leak-Operationen stellen eine ernsthafte Gefahr für demokratische Wahlen dar.“
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