Süddeutsche Zeitung

Unsere Kernprodukte

Im Fokus

Partnerangebote

Möchten Sie in unseren Produkten und Services Anzeigen inserieren oder verwalten?

Anzeige inserieren

Möchten Sie unsere Texte nach­drucken, ver­vielfältigen oder öffent­lich zugänglich machen?

Nutzungsrechte erwerben
  1. Startseite
  2. Digitalwende
  3. Tiefgänge

Tiefgang

Der Dirigent mit aufsässigem Orchester

Lesedauer: 7 Min.

Es gibt dankbarere Jobs als Chef der Gematik zu sein, noch dazu Übergangschef wie Florian Hartge. Denn hakt es in Deutschland bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens, etwa weil Patientinnen nicht in die E-Rezept-App kommen, niedergelassene Ärztinnen, Krankenhäuser, Psychotherapeuten und Apothekerinnen mit langsamer Software zu kämpfen haben oder sich mit dem Tausch ihrer TI-Konnektoren herumschlagen müssen, steht meist als Erstes die Gematik im Kreuzfeuer der Kritik. Für Hartge, sagte er im Interview mit SZ Dossier, ist das Teil des Jobs: „Häufig wird der eine Verantwortliche gesucht, den es in diesem komplexen Zusammenspiel aber so nicht gibt.“

Die Gematik, früher mal Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, heute so etwas wie die Digitalagentur für das Gesundheitswesen, verantwortet die sogenannte Telematikinfrastruktur (TI), welche die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen miteinander vernetzt. Zudem ist sie federführend bei verschiedenen Anwendungen wie dem E-Rezept, der Kommunikation im Medizinwesen (KIM) und der elektronischen Patientenakte (ePa).

Zum Jahreswechsel räumte Gematik-Chef Markus Leyck Dieken, der noch vom damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ernannt wurde und als dessen Vertrauter galt, vorzeitig seinen Posten. Eine Nachfolge ist noch nicht gefunden. Übernommen hat zum Jahreswechsel vorerst der promovierte Medizininformatiker Florian Hartge, bis dahin Chief Produktion Officer der Gematik, also verantwortlich für die Entwicklung und Einführung der Gematik-Produkte. Als lame duck fühlt er sich aber nicht: „Ich treffe die Entscheidungen, die notwendig sind, ganz unabhängig davon, wie lange ich Interimsgeschäftsführer bin“, sagte Hartge.

SZ Pro

Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen

Probeabo

79,99 €

0,99 €

Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.

  • Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier

  • Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de

  • Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper

Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen

Ihr persönlicher Kontakt

Profilbild von Cornelia Schwarzmüller

Cornelia Schwarzmüller

089 2183 8825

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.