Tiefgang
Chips Act 2.0 soll Nachfrage nach EU-Halbleitern stärken
Lesedauer: 6 Min.
Die EU justiert ihre Halbleiterstrategie nach: Mit der Neuauflage des Chips Act will Brüssel in Europa einen Markt für europäisch hergestellte Chips schaffen. Volkswirtschaftlich gesprochen: Während es in der ersten Version von 2023 um die Angebotsseite ging, wendet man sich nun der Nachfrageseite zu. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass es nicht viel nützt, Anlagen zu subventionieren, wenn die Abnehmer die Waren weiter auf dem Weltmarkt beschaffen.
Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihr European Tech Sovereignty Package vorgestellt. „Wir leben in einer Welt, in der Geopolitik und Technologie zusammenhängen, und wir müssen gewährleisten, dass Europa hier eine mitgestaltende Rolle spielt“, sagte EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen. Europa sei im Digitalsektor zu 80 Prozent von Importen abhängig.
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