Tiefgang
Britische KI-Debatten: „Die Grenzen freiwilliger Vereinbarungen“
Lesedauer: 7 Min.
Nun, da die Europawahl vorbei ist, werden sich mehr Augen auf das Vereinigte Königreich richten, wo Anfang Juli Premierminister Rishi Sunak von den Tories gegen seinen Herausforderer Keir Starmer von Labour antreten wird. Der wird den Umfragen zufolge wahrscheinlich Sunaks Nachfolger, auch wenn es in seiner Partei mitunter Ärger gibt.
Und als wären die tatsächlichen Zerwürfnisse nicht genug, gesellen sich auch Deepfakes dazu. So etwa beim Labour-Abgeordneten Wes Streeting, von dem es einen Videoclip gibt, an dem so herumgedoktert wurde, dass Streeting seine Parteikollegin Diane Abbot als „dumme Frau“ bezeichnet. Das ist so nicht passiert, aber es kursiert auf X – auch wenn dort inzwischen vermerkt ist, dass es sich um Manipulation handelt.
„Noch sind das isolierte Einzelfälle – nicht genug, um die Dringlichkeit des Problems aufzuzeigen“, sagte Aidan Muller, Mitgründer von Appraise Network, einer Plattform zur Förderung des Dialogs über KI im Vereinigten Königreich. Aus seiner Sicht sei es aber „letzten Endes unvermeidbar“, dass die Flut an Deepfakes und Falschinformationen zu ernsthaften Problemen führt – in Wahlkämpfen und darüber hinaus, sagte Muller SZ Dossier im Tea Room des Hotel Conrad am St. James’s Park in Westminster.
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