Tiefgang
„Auf Gedeih und Verderb auf das Funktionieren der Technik angewiesen“
Lesedauer: 9 Min.
„Willkommen in der Zeit der Digitalisierung!“, schrieb Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vergangene Woche auf der Plattform X, nachdem zum Jahresbeginn das E-Rezept verbindlich wurde – eines seiner größten Digitalisierungsvorhaben. Bis auf wenige Ausnahmen ist das rosa Papierrezept (Muster 16) damit überholt.
SZ Dossier hat drei Apothekerinnen und Apotheker aus Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt gebeten, zu dokumentieren, ob der geplante Digitalisierungsschub auch bei ihnen ankam und die Umstellung funktioniert hat: eine Tagebuch-Umfrage.
Dienstag – Verunsicherung bei den Patienten: Der 1. Januar war ein Feiertag, sodass die meisten Apotheken erst am Dienstag die Türen für ihre Kundschaft öffneten. „Wir hatten am Dienstag in allen drei Apotheken ein deutlich erhöhtes Aufkommen, was E-Rezepte anbelangt“, sagte Rouven Steeb, Inhaber von drei Landapotheken in der Nähe von Heilbronn und Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Eine der Apotheken sei schon zuvor „ein bisschen ein Exot“ gewesen, weil eine der ausstellenden Arztpraxen vor Ort bereits vor der Pflicht auf das E-Rezept umgestellt hatte, sagte Steeb.
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