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Tiefgang

Alles nur ein Spiel?

Lesedauer: 5 Min.

Deutschland zählt zu den zehn größten Games-Märkten weltweit, in der EU ist die Bundesrepublik sogar Spitzenreiter. Doch wo viel verkauft wird, wird nicht automatisch viel entwickelt. Die Branche ist nicht zufrieden mit der Politik der Ampel: „Jetzt muss geliefert werden“, sagte Benedikt Grindel, Managing Director bei der Ubisoft Blue Byte GmbH, dem größten Entwicklerstudio Deutschlands, SZ Dossier. „Aber statt durch eine konsequente Umsetzung nun zu anderen Ländern aufzuholen, verlieren wir den Anschluss.“

Zankapfel ist die Games-Förderung der Bundesregierung. Dort fließt derzeit kein neues Geld, weil der Fördertopf zum wiederholten Male zu schnell leergeräumt war. Das Programm sei „unstet und unberechenbar“, sagte Sebastian Klöß, Bereichsleiter Consumer Technology bei Bitkom, SZ Dossier. Im Laufe der Zeit sei die Förderung zwar ausgebaut worden, auf jede neue Förderrunde folgte allerdings schnell wieder ein abrupter Antragsstopp – zu groß war der Andrang der Entwickler.

„Stand jetzt kann für mehr als 1,5 Jahre kein Antrag eingereicht werden“, sagte Felix Falk, Geschäftsführer des deutschen Games-Verbands, SZ Dossier. „Diese Unzuverlässigkeit bringt unsere Games-Unternehmen in große Probleme.“ Gibt es keine Fördermittel, springen internationale Partner oft ab. Einige vielversprechende Projekte mussten eingestellt werden. „Die Kosten sind rund 30 Prozent höher als in anderen Ländern.“ Mit Staaten wie Kanada, Australien, Irland, Frankreich oder Großbritannien könne Deutschland nicht mithalten.

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