Meldung
Was die Bauminister Digitales aushecken
Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Die Bauminister von Bund und Ländern wollen künftig stärker Building Information Modeling (BIM) nutzen (aufmerksame Leser der Dienstagsausgabe sind bereits Profis im Thema). Das geht aus der Tagesordnung und den Beschlussvorlagen der heute und morgen in Baden-Baden stattfindenden Bauministerkonferenz (BMK) hervor, die SZ Dossier vorliegen. BIM sei ein „wichtiger Beitrag für effiziente Planungs- und Bauprozesse“ sowie ein „Schlüssel für die Verbesserung der Qualität von Bauvorlagen“, heißt es in den Unterlagen. SZ Dossier mit einem Überblick über die Digitalthemen der BMK.
Testen, schauen, weiterschauen: Verpflichtend soll BIM laut der BMK aber nicht werden. Das Bund-Länder-Gremium möchte zuerst den Praxistest vollziehen. Der theoretische Teil ist nämlich abgeschlossen: In einem vom Deutschen Institut für Bautechnik finanzierten Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum, das gemeinsam mit einem Arbeitskreis der Fachkommission Bauaufsicht und der Stadt Hamburg durchgeführt wurde, haben Experten „einheitliche Grundlagen und Standards“ erarbeitet, um digitale Gebäudemodelle in Genehmigungsverfahren zu überführen. Auf Basis der Ergebnisse sollen nun „geeignete Projekte“ in den Ländern und Kommunen starten. Das Ziel: eine Modellierungsrichtlinie auf Basis der Musterbauordnung. Während BIM in anderen Staaten längst Pflicht ist, sieht man den erarbeiteten Standard aktuell eher „als Angebot“, heißt es.
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