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Meldung

Plattformen löschen gefährliche Inhalte nur zögerlich

Forschende der Organisation Reset haben untersucht, wie Instagram, Tiktok und X mit Inhalten umgehen, die Jugendliche gefährden könnten. Die Antwort ist: Erschreckend verantwortungslos, wie unsere SZ-Kollegen Svea Eckert und Simon Hurtz berichten. Laut Reset verstoßen die Konzerne gegen die Vorgaben des Digital Services Act (DSA), der für Plattformen dieser Größe schon seit August gilt. „Wir waren erschrocken, wie sehr die Plattformen versagen“, sagte Rys Farthing, die Projektleiterin der Untersuchung.

Geringe Löschquote: Reset identifizierte pro Plattform jeweils rund 200 Inhalte, die Suizid, Selbstverletzungen oder Essstörungen verharmlosen oder verherrlichen. Die Beiträge stammen von öffentlichen Konten und waren durch Suchen nach Stichworten oder Hashtags auffindbar. Als Reset die Unternehmen über die Meldefunktion auf die Inhalte aufmerksam machte, tat sich innerhalb von zwei Wochen nur wenig. Instagram entfernte knapp 30 Prozent der Beiträge zu Suizid oder Selbstverletzungen und zehn Prozent der Posts zu Essstörungen. Bei Tiktok lagen die Löschquoten je nach Kategorie zwischen einem und zwölf Prozent.

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