Meldung
Ein ChatGPT für die Industrie
Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Microsoft und Siemens vertiefen ihre Partnerschaft im Industriebereich. Kürzlich haben beide Unternehmen den gemeinsam entwickelten „Siemens Industrial Copilot“ vorgestellt, eine Art ChatGPT für die Industrie, der bald in verschiedenen Branchen eingesetzt werden soll. „Wir haben erstmals in der Geschichte eine Mensch-Maschine-Schnittstelle, die mit einfacher Sprache zu bedienen ist“, sagte Wolfgang Dierker, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland, SZ Dossier. „Diese unmittelbare Interaktion hilft uns nicht nur bei Alltagstätigkeiten, sondern vor allem auch in der Produktion.“ Dierker und andere Vertreter beider Unternehmen diskutieren heute Abend in den Berliner Microsoft-Büros im Rahmen einer KI-Veranstaltungsreihe zum Thema.
Die künstlich intelligente Fabrik: In der Industrie gebe es für KI zwei wichtige Anwendungsfelder, sagte Dierker: „Zum einen kann über generative KI mit Maschinen kommuniziert werden, zum anderen kann KI viele Routinetätigkeiten übernehmen und große Datenmengen auswerten.“ Die Industrie setzt bereits seit 50 Jahren sogenannte speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) ein. Das heißt: Es gibt einen Code, durch den die Maschinen wissen, was sie tun sollen. Mitarbeiter müssen aber laufend nachbessern. Durch generative KI könnten Menschen nun mit Maschinen in einfacher Sprache statt in Programmiercodes sprechen, wenn sie ihnen neue Befehle geben wollen, sagte Dierker: „Das bringt erhebliche Produktivitätsgewinne mit sich.“
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