Meldung
Digitale Gewalt
Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Hassrede und Beleidigungen in sozialen Netzwerken, Doxxing, also das Teilen vertraulicher Daten und Informationen im Internet, Überwachung per Spyware: Gewalt ist Teil der Digitalisierung. „Es hält sich weiterhin hartnäckig der Irrglaube, das Digitale sei irgendwie weniger real. Das stimmt nicht“, sagte Elizabeth Ávila González vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen (BFF) SZ Dossier. „Die enorme Verbreitungsgeschwindigkeit macht digitale Gewalt aber sehr belastend. Außerdem gibt es keinen Rückzugsraum“, sagte sie. Ávila González diskutiert heute auf einer Veranstaltung der SPD-Fraktion über Wege zur Bekämpfung digitaler Gewalt gegen Frauen.
Undefiniert und unbeziffert: Bisher hat die Bundesregierung keine klare Definition von digitaler Gewalt. Es handele sich um einen „rechtlich bisher nicht definierten Fachbegriff“, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken-Politikerin Anke Domscheit-Berg, die SZ Dossier vorliegt. Was aus der Anfrage auch hervorgeht: Es fehlen Zahlen. So gibt es in der Polizeilichen Kriminalstatistik keine Kategorie digitale Gewalt, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort darlegt. Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Dunkelfeldstudie soll erst 2025 Ergebnisse bringen.
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