Geheimdienste: abhängig vom Ausland?
Von Selina Bettendorf, Miriam Dahlinger und Matthias Punz
Möchten Sie in unseren Produkten und Services Anzeigen inserieren oder verwalten?
Anzeige inserierenMöchten Sie unsere Texte nachdrucken, vervielfältigen oder öffentlich zugänglich machen?
Nutzungsrechte erwerbenMeldung
Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Von Selina Bettendorf, Miriam Dahlinger und Matthias Punz
Seit gestern ist klar: Ionos ist das gesuchte Unternehmen, das für den Bund eine Cloud zur Verfügung stellt. Dazu lief eine Ausschreibung, aus der die deutsche Firma als Sieger hervorging. Auftragsvolumen: bis zu 410 Millionen Euro. Die neue Cloud für den Bund ist vom restlichen Internet getrennt („Airgap“) und wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert. Betrieben wird die Cloud vom Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund). „Die Summe stellt keinen Muss-Abruf dar, sondern nur eine Obergrenze. Es wird darauf ankommen, welcher Workload auf der Cloud läuft“, sagte Holger Lehmann vom ITZBund SZ Dossier. Doch wie funktioniert das Ganze im Detail? Mein Kollege Matthias Punz hat sich schlau gemacht.
Warum das Ganze? Auch der Bund muss in die Cloud, das scheint alternativlos – außer man will Effizienzverluste hinnehmen. Gleichzeitig sind die Sicherheitsbedenken hoch, wenn Angebote der großen Anbieter aus den USA wie Amazon, Google, Microsoft oder Oracle – allesamt sogenannte Hyperscaler – genutzt werden, um sensible Daten zu verarbeiten. Das ITZBund betreibt bisher eine eigene Cloud, die „Bundescloud“. Diese sei aber „sehr personalressourcenintensiv“, da das ITZBund „Weiterentwicklung und Integration selbst leisten“ muss, sagte Lehmann. Deshalb gab es Bedarf, eine Lösung zuzukaufen. „Ionos ist der Technologielieferant, wir betreiben deren Cloud aber in unserer eigenen Hoheit.“
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.