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Gastbeitrag

Wie eine Chip-Blockade Taiwans Deutschlands Industrie ins Wanken bringen würde

Lesedauer: 5 Min.

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Fabian Westerheide

KI-Investor

Fabian Westerheide Investor im KI-Bereich (AI.FUND), Gründer der Rise of AI Conference und Autor des Buches „Die KI-Nation“.

Stellen wir uns keine Invasion vor. Stellen wir uns nur eine monatelange Blockade rund um Taiwan vor – weniger Schiffe, längere Wege, unplanbare Lieferfenster. Für Deutschland wäre das kein „Asien-Problem“, sondern ein industrieller Schock: Produktionslinien stünden still, weil winzige Bauteile fehlen, ohne die nichts mehr fährt, fräst, funkt oder rechnet.

Meine These: Taiwan ist der gefährlichste Halbleiter-Chokepoint der Welt – und Europas Reaktion darauf ist bisher zu sehr Beruhigung, zu wenig Strategie. Denn Halbleiter sind nicht irgendein Industriegut. Sie sind die Voraussetzung für Digitalisierung, Automatisierung, Verteidigungsfähigkeit – und für die nächste Produktivitätswelle durch Künstliche Intelligenz. Wer über technologische Souveränität spricht, aber die Chip-Lieferkette ausklammert, betreibt politische Folklore.

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