Gastbeitrag
Warum der China-Schock auch ein sicherheitspolitisches Risiko ist
Lesedauer: 6 Min.
Cora Jungbluth
Senior Expert bei der Bertelsmann Stiftung
Cora Jungbluth ist Senior Expert China and Asia-Pacific bei der Bertelsmann Stiftung. Die Ostasien-Kennerin hat einen Hintergrund in Sinologie und Wirtschaftswissenschaften.
Chinas Wirtschaftsmacht setzt die europäische und deutsche Industrie unter Druck. Das ist auch ein Sicherheitsrisiko. Denn Europa ist dem sogenannten China-Schock ausgesetzt: staatlich gestützte Importe, die zunehmend technologisch mit europäischen Schlüsselindustrien, wie dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie, konkurrieren. Gehen so industrielle Kapazitäten verloren, sinkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Fähigkeit, im Krisenfall Verteidigungsgüter zu produzieren, Lieferketten resilienter zu machen und langfristig durchzuhalten.
Die sicherheitspolitische Dimension kommt in der Debatte zu kurz. Diese konzentriert sich vor allem auf Wettbewerbsverzerrungen, Subventionen und Überkapazitäten. Doch der China-Schock trifft Industrien, deren Know-how, Technologien und Lieferketten auch für die Verteidigungsfähigkeit zentral sind. Die Erosion der industriellen Basis ist nicht nur eine Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch ein Risiko für die Sicherheit Europas.
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Nico Kreuzpointner
+49 151 20 64 94 90Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.