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Gastbeitrag

Digitaler Produktpass schafft europäische Rohstoffsouveränität

Lesedauer: 6 Min.

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Thomas Rödding

Digitalexperte

Thomas Rödding ist Digitalexperte und setzt sich als Co-Chair des europäischen Normungsgremiums CEN-CENELEC JTC 24 für den Digitalen Produktpass ein. Mit Narravero leitet er zudem sein eigenes Beratungsunternehmen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Standards für transparente Lieferketten, interoperable Produktinformationen und die digitale Nachverfolgbarkeit industrieller Wertschöpfung.

In der europäischen Debatte über kritische Rohstoffe wirkt es oft, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten: die günstige Versorgung sichern oder strenge Standards in der Lieferkette verteidigen. Diese Gegenüberstellung greift zu kurz. Sie behandelt Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit als Gegensätze. In Wahrheit gilt das Gegenteil: Ohne transparente, nachprüfbare Wertschöpfung wird Europa weder resilient noch wettbewerbsfähig sein.

Die Abhängigkeit Europas von wenigen Lieferländern ist nur die sichtbare Seite des Problems. Damit verbindet sich eine tiefere strukturelle Schwäche: Wir wissen häufig noch immer zu wenig darüber, woher Materialien kommen, unter welchen Bedingungen sie verarbeitet werden, wie sie in Produkte gelangen und wer entlang der Kette Verantwortung trägt. Und nicht zuletzt: Wenn wir nicht wissen, welche Materialien zurückgewonnen werden könnten, können wir nicht durch Rückgewinnung Resilienz aufbauen. Solange Wertschöpfung in dieser Form nur unzureichend sichtbar ist, bleibt auch ihre Steuerung begrenzt. Abhängigkeiten lassen sich dann kaum gezielt verringern, sondern bestenfalls verwalten.

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