Die Lage. Zehn Jahre nach dem Brexit-Votum steht Großbritannien nicht nur politisch vor einem Scherbenhaufen. Der Brexit ist auch wirtschaftlich ein Desaster: schrumpfende Industrie, schwacher Handel, steigende Arbeitslosigkeit – nach Schätzungen der Bank of England hat das Land rund sechs Prozent seiner Wirtschaftsleistung verloren. Das ist mehr als in der Finanzkrise 2008. Und nun das: Keir Starmers Abgang ist der inzwischen sechste eines britischen Regierungschefs in diesen zehn Jahren.
Das müssen Sie heute wissen: Starmer versucht, die Beziehungen zur EU wieder zu vertiefen. Eigentlich will Europa das auch; doch die Sache bleibt kompliziert. So scheiterte die Beteiligung der britischen Rüstungsindustrie an einem 150 Milliarden Euro schweren europäischen Verteidigungstopf am Streit über die Höhe des Londoner Beitrags.
Einen für den 22. Juli geplanten Gipfel zu Abkommen mit Großbritannien über Lebensmittel, Agrarprodukte, Emissionshandel und Freizügigkeit für junge Menschen sagte die EU jetzt ab. EU-Ratspräsident Costa hofft aber öffentlich auf „Kontinuität“ unter einem möglichen Nachfolger Starmers.
Die Mehrheit der Briten will zwar zurück in die EU. Doch in den Umfragen führt die Partei Reform UK des einstigen Brexit-Meinungsführers Nigel Farage. Dieses Dilemma wird jeder Nachfolger Starmers erben.
Willkommen in der Geoökonomie!
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.
