Die Lage. Im prunkvollen Schloss von Versailles hat US-Präsident Trump am späten Dienstagabend das Iran-Abkommen unterzeichnet – direkt auf einer goldverzierten Tischdecke. Zeitgleich setzte Irans Präsident Massud Peseschkian in Teheran seine Unterschrift unter das Dokument, an seinem Schreibtisch unter den Porträts des obersten Führers Modschtaba Chamenei und dessen Vorgänger.
Ursprünglich war vorgesehen, dass US-Vizepräsident Vance und Irans Chefverhandler Mohammed Bagher Ghalibaf das Rahmenabkommen am Freitag in der Schweiz unterzeichnen. Diese Begegnung könnte nun für Gespräche über die konkrete Ausgestaltung genutzt werden.
Das müssen Sie heute wissen: Vance geht mit dieser Rolle ein erhebliches politisches Risiko ein. Gelingt der Deal, könnte er sich als Architekt eines in den USA unpopulären Kriegsendes profilieren – und seine Position als möglicher Trump-Nachfolger stärken. Scheitert das Abkommen, droht ihm die Rolle des Hauptverantwortlichen.
Trump selbst spielt bereits mit diesem Szenario. „Wenn es klappt, nehme ich die Lorbeeren. Wenn nicht, ist JD schuld.“
Willkommen in der Geoökonomie!
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.
