Die Lage. Es ist ein Tag ganz im Zeichen der Nähe zwischen Deutschland und Polen. In Warschau unterzeichnen die Verteidigungsminister Pistorius und Kosiniak-Kamysz eine Neufassung des deutsch-polnischen Verteidigungsabkommens – während in Berlin die Außenminister Wadephul und Sikorski ankündigen, grenzüberschreitende Infrastruktur und Verkehrsverbindungen ausbauen zu wollen.
Das müssen Sie heute wissen: Heute jährt sich der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag von 1991 zum 35. Mal. Angesichts der leidvollen Geschichte und der aktuellen Herausforderungen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarn unverzichtbar. Schon am Tag seiner Wahl hatte Kanzler Merz ein Zeichen gesetzt – und fuhr sowohl nach Paris als auch nach Warschau.
Doch seither hat sich das Verhältnis abgekühlt. In Warschau fühlt man sich zurückgesetzt – hinter Trump, Meloni, Macron und Starmer. Nun setzt Merz erneut ein Signal: Er lädt für kommende Woche zum E5-Treffen nach Berlin – einem Format, das Polen ausdrücklich mit an den Tisch bringt. Auf der Agenda: Europas Sicherheit, der Umgang mit Trump, China und Russland – geoökonomische Fragen, die sich in dieser Runde am besten verhandeln lassen.
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