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Geoökonomie-Briefing

Schleswig-Holsteins Weg zu digitaler Souveränität

Lesedauer: 16 Min.

Die Lage. Wenn am Donnerstag die Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA beginnt, ist die Stimmung zwischen den drei Gastgebern angespannt. Mitten ins Turnier fällt die turnusmäßige Überprüfung des USMCA-Handelsabkommens. Trump setzte schon am Mittwoch in Washington den Ton: Er strebe keine Verlängerung an.

Das müssen Sie wissen: USMCA setzt die Regeln für den drittgrößten Handelsblock der Welt mit einem jährlichen Handelsvolumen von mehr als 1,3 Billionen US-Dollar. Gemäß Artikel 34.7 müssen die USA, Mexiko und Kanada ab 1. Juli 2026 überprüfen, ob sie das Abkommen um weitere 16 Jahre verlängern. Trumps Zollpolitik – mit 25-Prozent-Zöllen gegen Mexiko und Kanada – hat das Vertrauen beschädigt. Zudem gibt es Streit um Ursprungsregeln, vor allem im Automobilsektor.

Eine rasche Lösung ist daher unwahrscheinlich. In diesem Fall greift die Sunset-Klausel – und die bedeutet jährliche Überprüfungen. Das verschafft Zeit, um sich eventuell auf ein modifiziertes Abkommen zu einigen.

Willkommen in der Geoökonomie!

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