Die Lage. Das EU-Parlament stimmt am Dienstag endgültig über die Ausweitung der EU-Zölle auf günstigen Stahl aus Indien, China oder der Türkei ab. Widerstand ist nicht zu erwarten, die Regelung gilt als beschlossene Sache. Europas Handelspartner werden nicht erfreut sein, doch die EU sieht keine andere Möglichkeit, ihre Stahlkocher gegen die internationale Konkurrenz zu erhalten.
Das müssen Sie heute wissen: Ebenfalls in Brüssel verhandeln Parlament und Rat ab Dienstag über das Handelsabkommen mit den USA. Samina Sultan vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat ausgerechnet, was die US-seitige Umsetzung des Handelsvertrags von Turnberry den EU-Firmen gebracht hat. Ergebnis: Der tatsächlich gezahlte Zoll sank im Schnitt auf 8,2 Prozent.
China wurde mit fast 37 Prozent viel härter getroffen. Je nach Branche und Land sind die Effekte unterschiedlich. Der deutsche Maschinenbau verzeichnete nur wenige Vorteile. Die Zölle auf Europas Autoexporte sanken dagegen deutlich stärker. Fazit: Der Deal ist für die EU eine bittere, aber pragmatische Lösung.
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