Die Lage. Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende werden in diesen Tagen sofort erstickt – in Iran ebenso wie in der Ukraine. Russland überzog die Ukraine in der Nacht zum Donnerstag mit dem schwersten Drohnenangriff seit Kriegsbeginn.
„Das sind ganz sicher nicht die Taten derer, die glauben, der Krieg gehe zu Ende“, schreibt Präsident Selenskij mit Blick auf Wladimir Putin. Dieser hatte am Samstag vage angedeutet, der Krieg sei in einer finalen Phase. Experten warnen vor einem Täuschungsmanöver – mit dem Ziel, westliche Gesellschaften zu spalten.
Das müssen Sie heute wissen: Trump und Xi betonen in Peking, dass die Straße von Hormus für den freien Transport von Öl und Gas offenbleiben müsse. USA und Iran verhandeln zumindest indirekt, die Zahl durchfahrender Schiffe stieg zuletzt leicht. Doch nun meldete die britische Marine, ein nahe der Meerenge vor Anker liegender Frachter sei von Iran beschlagnahmt und in iranische Gewässer geschleppt worden.
Das zeigt, dass Iran die Meerenge weiter als Faustpfand nutzen wird – egal, was Trump und Xi sagen. Anfang Mai erst hatte Teheran angekündigt, seine „Kontrollzone“ bis direkt vor die Küste der Vereinigten Arabischen Emirate auszuweiten, nahe dem Ölhafen Fujairah. In diesen Gewässern ankerte das nun gekaperte Schiff.
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