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Geoökonomie-Briefing

Trumps Auto-Zölle kosten deutsche Hersteller Milliarden

Lesedauer: 15 Min.

Die Lage. Donald Trump droht damit, „noch viel mehr“ Truppen aus Deutschland abzuziehen, nachdem das Pentagon bereits einen Abzugsbefehl für 5.000 Soldaten bestätigt hat. Auch die geplante Stationierung von Waffen wie den Raketensystemen SM-6 und Tomahawk steht in Frage. Friedrich Merz spielte das am Sonntagabend herunter: Die USA hätten selbst nicht genug der Raketen, mit einer Stationierung in Deutschland noch in diesem Jahr habe er nicht mehr gerechnet. Ihr Fehlen reißt aber auf jeden Fall Lücken ins Verteidigungskonzept der Nato gegenüber Russland.

Trump will mit dem Truppenabzug offenbar Merz persönlich treffen, der Zweifel an dessen Vorgehen in Iran geäußert hat. Die Doppelstrategie des Kanzlers – Trump zu schmeicheln, zugleich aber ein offenes Wort zu wagen – ist offensichtlich kollabiert.

Das müssen Sie heute wissen: Am Montag findet eine außerordentliche Hauptversammlung der Unicredit zur Vorbereitung der geplanten Commerzbank-Übernahme statt. Die Aktionäre sollen eine Kapitalerhöhung ermöglichen. Die neuen Aktien kann die Unicredit den Commerzbank-Anteilseignern zum Tausch gegen ihre Aktien anbieten.

Der Übernahmeversuch schafft für Deutschland ein finanzpolitisches Dilemma. Einerseits braucht Europa eine Bankenunion und stärkere Kreditinstitute. Andererseits zeichnet sich nun ab, dass durch Fusionen entstehende Großbanken nicht überwiegend deutsch sein werden – und daher deutsche Interessen nicht zuerst berücksichtigt werden.

Willkommen in der Geoökonomie!

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