Die Lage am Golf wirkt noch bedrohlicher als vor einer Woche. Von Anfang an war es naiv zu glauben, dass westliche Forderungen nach einem Ende des iranischen Atomprogramms Erfolg haben könnten. An diesem Programm haben sich Unterhändler der USA und der EU seit 2002 immer wieder die Zähne ausgebissen. Ähnlich ging es den USA und selbst China mit Nordkorea und seinen Atomraketen.
Das Beispiel Nordkorea hat Iran gezeigt: Wer ein Atomprogramm hat, wird ernst genommen und hat Verhandlungsmasse. Wer es erfolgreich bis zu einem Waffentest durchzieht, dessen Regime ist mit einem Schlag von außen unangreifbar. Daher wäre nur das völlige Ende des iranischen Atomprogramms für die USA ein Sieg.
Das müssen Sie heute wissen: Die Fraktion der Befürworter einer Wiederaufnahme von Gasbezug aus Russland wird stärker. Jetzt wirbt sogar der Chef des italienischen Energiekonzerns Eni dafür. Die EU solle doch bitte ihr – teilweise bereits ab Ende April geltendes – Importverbot für russisches Flüssigerdgas überdenken.
Es sei unklar, wie dieses zu ersetzen sei, sagte Claudio Descalzi – der Iran-Krieg sei für die Energieversorgung „das bedeutendste Ereignis der letzten 40 Jahre“. Das alles sagt er, obwohl Russland die Ukraine unverändert heftig angreift.
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