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  3. Briefing vom 29. März 2026

Geoökonomie-Briefing

Golfkrieg trifft Asien besonders hart

Lesedauer: 14 Min.

Die Lage. Iran öffnet die Straße von Hormus, aber nicht für alle. Pakistans Außenminister meldete am Sonntag, dass 20 Schiffe unter der Flagge seines Landes passieren dürfen – zwei pro Tag. Er sieht darin einen Beitrag zur Lockerung der Lieferkettenkrise durch den US-Angriff auf Iran. In seinem Post auf X hat er JD Vance, Marco Rubio und Steve Witkoff getaggt: „Dialog und Diplomatie sind der einzige Weg nach vorn.“

Pakistan gehört damit allerdings nur zu einem Klub von bisher fünf Ländern, denen Iran Durchfahrt gewährt. Die anderen sind China, Russland, Indien und Irak. Unklar ist, wer davon die von Iran geforderte Maut in Millionenhöhe bezahlt. Reedereien können die Durchfahrt beantragen und erhalten nach Zahlungseingang einen Passiercode und Geleit durch Schiffe der Revolutionsgarde.

Deutschlands Reeder lehnen eine Teilnahme ab. Doch Iran kündigte am Sonntag bereits an, dass das Mautsystem nun langfristig bestehen bleiben soll.

Das müssen Sie heute wissen: Am europäischen Anleihemarkt zeigt sich die wachsende Angst vor einem tiefen Wirtschaftsschock infolge des planlosen Iran-Kriegs. Aus den Zahlen lässt sich die Erwartung der Finanzmärkte ablesen, dass die Regierungen viel Geld zur Krisenbewältigung ausgeben müssen – für Konjunkturprogramme, Energiepreisdämpfung oder Sozialausgaben.

Die Rendite 10-jähriger deutscher und französischer Staatsanleihen hat Ende vergangener Woche bereits den Stand von 2011 erreicht – damals stand nicht weniger als das Überleben der gemeinsamen Währung auf dem Spiel. Aktuell warnt die EU vor einer lähmenden Mischung aus Inflation und Stagnation.

Willkommen in der Geoökonomie!

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