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Geoökonomie-Briefing

Chinas neuer Fünfjahresplan: Rohstoffdominanz und Exportstärke

Lesedauer: 19 Min.

Die Lage. So schnell wie sie kam, ist sie verflogen: Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges. Die Ölpreise kletterten am Donnerstag wieder über 100 US-Dollar. Die Ölpreise seien ihm weniger wichtig als das Aus für Irans Atomraketenprogramm, tönte US-Präsident Trump. Der neue iranische Religionsführer Modschtaba Chamenei betonte in seiner ersten, kämpferischen Rede, die Straße von Hormus müsse geschlossen bleiben. Unbedingt.

US-Energieminister Christopher Wright räumte ein, dass das US-Militär Schiffe frühestens Ende März durch die Meerenge begleiten kann. Bis dahin werde das dafür nötige Gerät für andere Zwecke gebraucht. Doch was, wenn Iran die Straße von Hormus bis dahin längst vermint hat?

Das müssen Sie heute wissen: Je länger der Krieg dauert, desto mehr wirtschaftliche Dominosteine kippen, von der Großindustrie bis zum Alltagsgut. An Öl und Gas der Golfregion hängen viele Branchen, die Düngemittelindustrie etwa oder die Petrochemie für Kunststoffe. Halbleiterfabriken in Asien fehlt Helium aus der Region. Indiens Garküchen klagen über eine starke Verteuerung der Gasflaschen, die sie fürs Kochen benutzen.

Auch in Europa sind die Gaspreise stark gestiegen. Jonas Gahr Støre, Ministerpräsident des wichtigsten europäischen Lieferanten Norwegen, sprach sie daher vorsorglich schon mal gegen einen EU-Gaspreisdeckel aus. Denn die Lieferanten knapper Güter gewinnen immer.

Willkommen in der Geoökonomie!

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