Die Lage. Wenige Stunden vor dem Abflug von Bundeskanzler Friedrich Merz nach Peking mahnt Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld zu mehr Selbstbewusstsein gegenüber den chinesischen Gastgebern. Merz solle bei seiner China-Reise auch die Stärken Europas betonen.
Bei Seltenen Erden und bestimmten Zukunftstechnologien sei Deutschland zwar von China abhängig. Doch Abhängigkeiten gelten auch umgekehrt, erinnert Rosenfeld. Er kennt die Schwächen der chinesischen Wirtschaft: Sein Unternehmen ist in China großer Zulieferer für die Autoindustrie und stößt gerade in Zukunftsfelder wie humanoide Roboter vor.
Das sollte Merz wissen: Deutschland tat sich lange schwer damit, Politik und Wirtschaft zu vermischen. Aus gutem Grund. Handel diente dem Vorteil aller, während man die großen strategischen Linien Washington überließ. Doch diese Arbeitsteilung ist bekanntlich obsolet. Merz unterschätzt vielleicht noch die deutschen Stärken und die reale Möglichkeit, sie auch auszuspielen.
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