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Geoökonomie-Briefing

Die Konsequenzen des Zoll-Urteils für EU und USA

Lesedauer: 17 Min.

Die Lage. Das große Zoll-Drama ist hinfällig, der Spuk vorbei – schön wär‘s. Der Supreme Court hat Donald Trump zwar eine empfindliche Niederlage beigebracht. Mit dem Urteil kehrt die weltgrößte Volkswirtschaft wieder auf den Stand vor dem „Liberation Day“ Anfang April 2025 zurück, als Trump die Welt mit massiven Zöllen überzog.

Das lässt der Präsident natürlich nicht auf sich sitzen. Unverzüglich verhängte er neue Zölle: 15 Prozent auf alle Importe. Er stützt sich dabei auf ein Handelsgesetz, das temporäre Zölle von maximal 15 Prozent auf Waren aus allen Ländern für bis zu 150 Tage erlaubt.

Das müssen Sie heute wissen: Ein einheitlicher Zollsatz ist jedoch ein stumpfes Schwert. Er raubt Trump seinen wahren Trumpf: die Erpressung einzelner Nationen. Länder können nicht mehr selektiv belohnt oder bestraft werden. Trump wird das nicht hinnehmen, sondern rasch neue Wege finden, die Welt mit wirtschaftlichem Druck in Atem zu halten.

Willkommen in der Geoökonomie!

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