Die Lage. Friedrich Merz zeigt eine wichtige Fähigkeit in Zeiten des digitalen Wandels. Der Kanzler kann sich eine Welt vorstellen, in der Technologie fundamentale, qualitative Veränderungen bringt. Konkret stellt er das gemeinsame Kampfjet-Projekt zwischen Deutschland und Frankreich in Frage, mit dem Argument: In 20 Jahren gibt es vermutlich nur noch unbemannte Militärflugzeuge. Warum also in diesem Zeitrahmen für Milliardensummen ein Gerät entwickeln, das einen Piloten braucht und damit bald obsolet ist?
Das müssen Sie heute wissen: Das Argument entschärft nicht unbedingt die deutsch-französische Zerrüttung über das FCAS-Projekt. Sinnvoller wäre es, mit Frankreich zusammen ins Zeitalter unbemannter Abwehrwaffen aufzubrechen. Nicht nur mit Drohnen, sondern auch mit bewaffneten Fahrzeugen und KI-gesteuerten U-Booten. Merz hat für Deutschland unabsichtlich das Zeitalter der Killer-Roboter eingeläutet. Es wird kommen, gleichgültig, wie schrecklich es sein wird. Umso wichtiger ist es, sich gegen Angriffe zu rüsten.
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