Die Lage. Angesichts der niedrigen Füllstände der Gasspeicher fordern die Grünen ein schnelles Handeln von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Speicher seien mit 23,5 Prozent für Mitte Februar sehr leer und der Winter dauere an, bemängelte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner. „Unsere europäischen Nachbarn haben besser vorgesorgt.“
Reiches Ressort sieht die Versorgungslage hingegen als gesichert an und hebt die gut ausgebaute LNG-Infrastruktur hervor, die notwendige Importe jederzeit ermöglicht. Auf dem Weltmarkt sei Gas derzeit reichlich verfügbar, vor allem aus den USA.
Das müssen Sie heute wissen: Für die aktuelle Heizperiode bis April mag das Gas ausreichen. Die eigentliche Herausforderung besteht aber in der Befüllung der Speicher vor dem nächsten Winter. Und da ist auch Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft angesichts der aktuellen geopolitischen Risiken besorgt: „Der ungeplante Ausfall oder die gezielte Ausschaltung von Importrouten ist nicht mehr undenkbar.“ In Verbindung mit extremer Kälte stoßen Marktmechanismen an ihre Grenzen.
Eine strategische Gasreserve muss her, willkommen in der Geoökonomie!
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