Die Lage. Donald Trumps Auftritt in Davos war nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Er macht es uns Journalisten allerdings – wie immer – schwer, eine eindeutige Aussage herauszuarbeiten. Was immer man in die Überschrift nimmt: An anderer Stelle sagt er etwas Gegenteiliges. So hat er zugesagt, Grönland nicht mit Gewalt übernehmen zu wollen. Dennoch war auch in Davos wieder reichlich Bedrohliches dabei.
Deutlich wurde vor allem sein neues Geschäftsargument: Die Nato (von der er immer wieder in der dritten Person sprach, als seien die USA nicht Gründer und dominierendes Mitglied) schulde den USA die Herausgabe Grönlands als Gegenleistung für Jahrzehnte des Schutzes. Es gehe nicht um Rohstoffe, die lägen tief unter dem Eis, sondern um die Sicherheit von Nordamerika.
Am Abend gibt Trump dann über Truth Social bekannt, er habe mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte einen „Rahmen“ für eine Vereinbarung zu Grönland erzielt. Aus diesem Grund verzichte er auf die für den 1. Februar angekündigten Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Länder. Bleibt abzuwarten, wie diese Vereinbarung aussehen soll.
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