Die Lage. Trumps Idee eines „Friedensrats“ anstelle des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen wirkt in seiner Umsetzung immer skurriler. Jetzt hat er Wladimir Putin in das Gremium eingeladen. Das wäre lediglich amüsant, käme es nicht vom Oberbefehlshaber der größten Armee der Welt. Am Dienstag, dem zweiten Tag des Weltwirtschaftsforums in Davos, wollen sich Ursula von der Leyen und Emmanuel Macron ernsthaft mit dem Vorstoß auseinandersetzen.
Das müssen Sie heute wissen: Friedrich Merz spielte am Montag den Bremser, nachdem Emmanuel Macron am Sonntag die Nutzung der schärfsten Handelsmaßnahmen der EU gegen die USA ins Spiel gebracht hat. „Nun ist Frankreich von den amerikanischen Zöllen in einem anderen Umfang betroffen als wir“, sagt Merz mit Blick auf die deutsche Exportabhängigkeit. Er wolle versuchen, zur Deeskalation in Davos mit Trump zu sprechen. Merz versprach immerhin eine gemeinsame EU-Position.
Führende Industrievertreter haben Merz da schon in der Interpretation von Wirtschaftsinteressen überholt. Ohne die Sicherheit der Grenzen ist aller Handel nichts. Und Trump, das dürfte jetzt klar sein, lässt sich durch Entgegenkommen nicht stoppen.
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