Die Lage. Entsetzen über einen Bruch des Völkerrechts? Ja. Aber auch Euphorie bei Fondsmanagern. Die Märkte rechnen nach der US-Intervention mit einer Wende zum Positiven in Venezuela. Aktien stiegen in New York. Die Kurse venezolanischer Staatsanleihen kletterten am Montag um ein Fünftel, weil die Chancen auf Rückzahlung mit – nun erhofften – Öleinnahmen viel besser sind.
Der Rohstoff-Hedgefondsmanager Ben Cleary schickte gar ein Team nach Caracas, um sich nach Investitionsmöglichkeiten umzusehen: „Es ist ein riesiger Goldrausch“, lässt er sich zitieren.
Was politikblind klingt, ist rational. Venezuela besitzt große Mengen Schweröl und müsste so reich sein wie Norwegen oder Katar. Es rangiert beim BIP pro Kopf aber zwischen Ägypten und Angola. Aus dieser Differenz ergeben sich enorme Wachstumschancen.
Das müssen Sie heute wissen: Eine Erholung der Ölwirtschaft wird aber wohl länger dauern, als die Investoren hoffen, wie unsere Einschätzung unter „Was Wichtig Wird“ zeigt. Ein genereller Aufschwung in Venezuela ist nach einem Regimewechsel aber realistisch – schon deshalb, weil die Wirtschaft auf so ein niedriges Niveau abgesunken ist.
Sollte sich Venezuela wieder besser organisieren und Zugriff auf Technologie, Kapital sowie den Welthandel erhalten, lassen sich die wirtschaftlichen Zerstörungen der Ära Chavez-Maduro möglicherweise reparieren. Trotz großer struktureller Probleme.
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