Schnelldurchlauf:
Minenschließungen in China treiben Lithium-Preise aus der Talsohle +++ Zweifel an Nvidias H20-Lieferungen nach China verunsichern Märkte +++ Großmächte machen Kim Jong-un salonfähig +++ Tiefgang: Indien und China nähern sich unter dem Eindruck der Trump-Zölle an +++ Junge Ausländer füllen die Lücken in der dualen Ausbildung
Die Lage. Hohe US-Strafzölle auf Waren aus Indien sind in Kraft. Trumps Begründung sollte Europa einleuchten: Indien kauft schamlos billiges Öl von Russland und finanziert damit Putins Militärmaschinerie. Es liegt nahe, die Zölle rundheraus abzulehnen, nur weil sie von Trump kommen. In diesem Fall sind sie allerdings auch im Sinne der europäischen Agenda, Russland zu sanktionieren.
Die EU selbst verbot indes erst im Juli die Einfuhr von Ölprodukten, die in Drittländern – darunter Indien – aus russischem Rohöl hergestellt wurden. Und Brüssel steuert ohne große kritische Nachfragen auf ein Freihandelsabkommen mit Indien zu – ganz so, als gehöre es nicht zu den Ländern, die Putins langen Krieg möglich machen.
Das müssen Sie heute wissen: In einer komplizierten Welt agiert die EU hier realpolitisch. Die europäische Wirtschaft benötigt Märkte und Produktionsstandorte jenseits der USA und China – und hat daher großes Interesse am Freihandelsabkommen mit Indien.
Realistisch betrachtet können die Europäer nicht zu viel Druck auf Neu-Delhi ausüben: Denn dann wendet es sich eben China als Alternative zu. Damit beschäftigt sich heute unser Tiefgang.
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