Guten Morgen. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte angekündigt, gestern am deutschen Pavillon auf der Viva Tech in Paris vorbeizuschauen. Mit dem indischen Premierminister Narendra Modi besuchte er einige Messestände. Dorothee Bär und Karsten Wildberger standen bereit, warteten aber vergeblich. Etwa eine Stunde gab es Ungewissheit, dann sagte Macron kurzfristig ab. Terminkollisionen steckten wohl dahinter.
Terminkollisionen, apropos, könnten demnächst etwas von gestern sein, zumindest wenn es nach Joe Tsai geht, einem der Gründer von Alibaba. Der gab sich ebenfalls gestern die Ehre auf der Technologiemesse und pries eine Zukunft mit KI, in der wir immer weniger Termine wahrnehmen müssen. „Ich glaube, dass die Menschen viel mehr Zeit haben werden“, sagt er.
Dann könnten sie mehr Ausflüge mit der Familie machen und fast nur noch Angenehmes im Kalender vermerken. Daher glaube er auch sehr an die Zukunft der Live-Unterhaltung. „Ich meine, wenn Menschen weniger Zeit mit Arbeiten verbringen, dann wollen sie nicht nur zu Hause rumsitzen.“ Stattdessen würden sie wohl zu Konzerten und Fußballspielen strömen.
„Es gibt keinen Zweifel, dass viele Franzosen weniger arbeiten werden wollen“; sagte sein Gesprächspartner Christophe Jakubyszyn, der Chefredakteur von Les Echos. „Nun ja, viele von ihnen konzentrieren sich derzeit auf die Fußballweltmeisterschaft“, antwortete Tsai. Das ist wohl zumindest eine weniger gewagte These, als die von der arbeitsarmen Zukunft.
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