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Digitalwende-Briefing

Brüssel setzt auf Tech-Stack und Open Source

Lesedauer: 21 Min.

Guten Morgen. Als Leserinnen und Leser der Digitalwende wissen Sie, dass es bei uns oft um sogenannte Regulierungslücken geht, ob sie gestopft werden sollen, und wenn ja, wie. Diese sind in der Regel klein und Laien erschließt sich nicht immer sofort, was das Problem ist. Erfrischend offensichtlich kommt da im Vergleich die Problematik rund um Online-Wettplattformen wie Polymarket daher.

Auf solchen Plattformen kann man praktisch auf alles setzen, nicht nur Pferde oder – was gestern sicher ein Sümmchen hegegeben hätte – dass Jannik Sinner so früh bei den French Open rausfliegt. Sie können auch wetten, ob US-Präsident Donald Trump morgen den Begriff radical left-wing lunatics benutzen wird. Da wird man allerdings weniger gewinnen, da das schon einen Großteil seines gesamten Wortschatzes ausmacht.

Problematisch auf so einem sogenannten mentions market ist aber ja – und unheimlich offensichtlich – dass auch Melania Trump mitwetten könnte, und dann einfach ihren Gatten bitten, die entsprechenden Worte zu sprechen. Das ist Insiderwetten für ganz simple (und dreiste) Gemüter und gehört schleunigst reguliert, um nicht zu sagen verboten. Wer Zeit und Lust hat, kann sich im Detail eine Folge Last Week Tonight zum Thema anschauen.

Ein Lichtblick ist in diesem Zusammenhang immerhin, dass diese Woche ein Google-Softwareingenieur angeklagt wurde, sich betrügerisch einen Wettgewinn von 1,2 Millionen US-Dollar unter den Nagel gerissen zu haben. Er hatte gewettet, was bei Googles Jahresend-Suchcharts 2025 mit dabei sein wird – und vorher einfach nachgeschaut.

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